Über uns

Wir, die Schützen der Schießsportgemeinschaft Bundesbahn Varel gehören  zum Schützenkreis Varel e. V. und damit auch zum Deutschen Schützenbund. 1961 gründete sich die Schießsportgemeinschaft in ihrer jetzigen Form. Sie entwickelte sich zu einem Club mit regem Gemeinschaftsleben und sportlichem Engagement. Auf unserem Schießstand  am alten Lokschuppen schießen wir auf 10 Meter Entfernung  in den Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole.

Entstanden ist diese Schießsportgemeinschaft, wie sich unschwer aus dem Namen erkennen lässt, als Betriebssportgruppe der damaligen Bundesbahn in Varel.  Als sich die "Bundesbahn" in "Deutsche Bahn" umwandelte, musste diese Sportgruppe "privatisiert" werden. Sie wurde, wie auch die anderen Sportsparten des im ehemaligen Zuständigkeitsbereich der Bundesbahn in Oldenburg seit 1928 existierenden "Eisenbahner Sportvereins", im Jahre 2003 zu einer Abteilung des Oldenburger Sportvereins "Schwarz-Weiß-Oldenburg" umgewandelt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Somit ist nach wie vor diese in Varel beheimatete Schützengemeinschaft, die ihren Traditionsnamen "Schießsportgemeinschaft Bundesbahn Varel" behalten hat, eine Abteilung des Sportvereins "Schwarz-Weiß-Oldenburg"; im Übrigen, die einzige Schießsportabteilung in diesem Oldenburger Sportverein. (Weitere Informationen zum SW-Oldenburg bitte hier klicken)

Um bei uns schießen zu dürfen muß eine Mitgliedschaft beim Schwarz-Weiß-Oldenburg  vorhanden sein. Informationen zur Mitgliedschaft  findest du hier, die Beitrittserklärung zum Download als PDF hier. Letzteres bitte ausfüllen und an den Verein Schwarz-Weiß Oldenburg schicken, oder  zum Gruppenabend an den Freitagen bei uns im Grashof mitbringen.

2015 ist das deutsche Schützenwesen mit seinen Traditionen von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt worden.  Doch was macht diese traditionelle Sportart kulturell so besonders, dass sie von der UNESCO als immaterielles Kulturgut "geadelt" wurde. Erst einmal vielleicht, was das Schützenwesen nicht ist: Es ist keine Sportart für Schießwütige oder Rambos. Ebensowenig werden hier Ballerspiele praktiziert oder "Gegner" und andere "Ziele" bekämpft. Es ist keine Kampfsportart. Wir betrachten die Waffe als Sportgerät und schießen nach den Regel des Deutschen Schützenbundes .

Gemäß der UNESCO "ist das Schützenwesen ein wichtiger, historisch gewachsener und lebendiger Teil der regionalen bzw. lokalen Identität. Es umfasst eine große Anzahl von Bräuchen und Traditionen, die in ganz Deutschland in zahlreichen unterschiedlichen Erscheinungsformen verbreitet sind". Das gilt auch für unsere Schießsportabteilung. Das alte Brauchtum wird, auf die heutige Zeit und an die Möglichkeiten unserer Abteilung angepasst, im Rahmen der Vereinszugehörigkeit von Menschen jeden Alters und Geschlechts unabhängig von religiösem Bekenntnis, sexueller Orientierung, Herkunft oder auch Behinderung ausgeübt bzw. gepflegt. Wir sind dabei, neben den sportlichen Aktivitäten, bemüht, Tradition, die Jugendarbeit und regionale Verbindungen aktiv zu pflegen.

Der Schießsport selbst ist ein gewaltfreier Sport, bei dem es auf die Förderung und das Training körperlicher Fähigkeiten ankommt und die Druckluftwaffe dazu "nur" das Sportgerät ist. Das sportliche Schießen ist eine Sache der Koordination. Halten, Zielen und Auslösen müssen ineinander greifen, wie ein gut geöltes Uhrwerk. Dazu muss jedes einzelne Element ordentlich ausgeführt und im Gesamtablauf synchronisiert werden. Das sportliche Schießen ist also ein Sport der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie Körperbeherrschung erfordert.
  
Bei dem in den Schützenvereinen und auch in unserer Gemeinschaft praktizierten Sport gilt es und das im Prinzip seit Jahrhunderten, mit einer entsprechenden Anzahl von Schüssen auf eine 10 Meter entfernte Ringscheibe zu schießen und eine möglichst hohe Ringzahl zu erzielen. Jüngere schießen freihand, Ältere aufgelegt. Ruhe, Konzentration und Disziplin bestimmen den Schießbetrieb auf dem Schießstand.  Immerhin gilt es, um eine Zehn (die höchstmögliche Ringzahl) zu erreichen, auf die Entfernung von 10m einen 0,5mm (!) kleinen Punkt zu treffen.
 

Der Schießbetrieb über das Jahr hin gesehen, besteht neben dem wöchentlichen Training aus traditionellen und sportlichen Wettbewerben. 

Traditionell wird jährlich neben den sogen. Vereinsmeisterschaften und dem Wurst- sowie Pokalschießen, ein Königspaar, ein Kaiserpaar und der dazugehörige "Hofstaat" aus Adjudanten bzw. Hofdamen im Schießwettbewerb ermittelt. Auch in der Jugendabteilung wird bereits ein "Jugendkönigshaus" ermittelt.
 

Neben den traditionellen und internen Schießwettbewerben finden jährlich jeweils im Frühjahr im regionalen Schützenkreis Vergleichsschießen mit Mannschaften anderer Schützenvereine statt. Dazu kommt, dass sich die jeweiligen Könige und Königinnen sowie die jeweiligen Vereinsmeister jährlich auch auf Kreisebene zu Wettbewerben treffen und so den Kreismeister bzw. die Kreismeisterin ermitteln. Auch hier messen sich die besten Jugendlichen der einzelnen Vereine miteinander.

Außerhalb der Wettkämpfe bestimmt das "Schießtraining" der aktiven Schützen das Gemeinschaftsleben. Dazu treffen sich die Mitglieder immer freitags auf dem Schießstand um jeweils eine "Serie" von 30 bzw. 40 (Freihandschützen) Schuss auf Zehnerringscheiben abzugeben. Ziel bei diesem Training ist es, die eigene Zielsicherheit zu erhalten und möglichst zu verbessern. Nach dem Schießbetrieb sitzt man noch ein Stündchen zusammen, fachsimpelt, tauscht sich über allgemeines aus der Woche aus und pflegt das gesellige Miteinander.


Unsere Chronik:  

Chronik SSG-Bundesbahn-Varel


Mehr Infos siehe NWZ-online-Artikel (u. a. Link anclicken): 

Sport und Tradition in der Schießsportgemeinschaft Varel von 1961 (SSG Varel)